24.06.2019

Spaß und Ernst : Alle Hände voll zu tun

Alle Hände voll zu tun - diese Wörter beschreiben das vergangene Wochenende der Feuerwehr Heiligenhaus. Jugendfeuerwehr, Einsatz- und Unterstützungsabteilung waren von Freitag bis Sonntag beschäftigt. Zwei Einsätze waren eher die Nebensache, aber das laufende Stadtfest sowie eine Feier der Feuerwehr Mettmann forderten viele helfende Hände - trotzdem brachte es allen viel Spaß.

Jugendfeuerwehr machte den Anfang

150 Jahre alt wurde die Feuerwehr Heiligenhaus in diesem Jahr - dies war und ist der Grund für viele Veranstaltungen mit Feuerwehr-Beteiligung oder sogar unter Feuerwehr-Federführung. "Trotzdem sind wir auf den regulären Highlights der Stadt vertreten", weiß Pressesprecher Nils Vollmar. "Wenn unter dem Kirchturm gefeiert wird, sind wir dabei." Am Freitagnachmittag startete die Jugendfeuerwehr mit dem Befüllen der Wassercontainer auf der Hauptstraße, mehrere Stunden waren die Jugendlichen hier unterwegs. "Natürlich ist das viel Arbeit, aber jeder Verein oder Institution trägt seinen Teil zum Stadtfest bei. Das ist ein tolles Gemeinschaftsgefühl."

Zwei Einsätze und Bereitschaft am Samstag

Während am Samstag die Trödelmeile bereits auf der Hauptstraße lief, wurde die Feuerwehr gegen halb elf zur Rheinlandstraße alarmiert. Dort war ein Rollerfahrer gestürzt, das Verletzungsmuster erforderte eine vorsichtige Umlagerung auf eine Trage. "Es waren mehr Hände gefragt, als der Rettungsdienst hatte - da haben wir dann unterstützt.", schildert Vollmar. Nach wenigen Minuten war der Einsatz beendet. In der Innenstadt kam es währenddessen zu Verkehrsproblemen, da die Ausweichstrecke über die Hauptstraße auf Grund des Stadtfestes gesperrt war.

"Saugt die Eindrücke vom Tag ein, ihr seid bei einem fast einmaligen Ereignis dabei", stimmte Vollmar eine Mannschaft des Löschzuges 2 am Samstagabend an der Feuer- und Rettungswache ein. Zwölf Einsatzkräfte verlegten mit zwei Fahrzeugen für 12 Stunden ihren Dienstort nach Mettmann. Die dortige Feuerwehr feierte ebenfalls ihr 150-jähriges Jubiläum. Damit auch jedes Feuerwehrmitglied feiern konnte, sicherten die zwölf Kräfte, gemeinsam mit der hauptamtlichen Feuerwache, den Brandschutz der Kreisstadt. "Bei Einsätzen kommt es für uns ganz selten mal vor, dass wir fremde Wachen besetzen. Aber vorgeplant ist das ein absolutes Novum.", so Vollmar. Die Kräfte wurden an der Wache von der Mettmanner Wehrleitung in Empfang genommen, anschließend erfolgte die Einweisung auf Fahrzeuge und Geräte. "Für uns alle ist das eine ganz neue Erfahrung. Wir leben die Feuerwehr-Gemeinschaft, ein ganz tolles Gefühl!"

Während die Einsatzbereitschaft in Mettmann ohne Alarm verlief, schrillten in Heiligenhaus in der Nacht auf Sonntag noch einmal die Funkmelder. Kurz vor zwei Uhr nachts piepste in einer Wohnung an der Hauptstraße ein Heimrauchmelder. Auch nach tiefgreifender Erkundung stellten die Einsatzkräfte kein Feuer und kein Rauch fest, gelöscht werden musste zum Glück nicht.

Krönender Abschluss am Sonntag

Wie gewohnt schien am "Stadtfest-Sonntag" die Sonne über Heiligenhaus. Neben vielen Aktionen auf der "Vereinsmeile" stellte sich auch die Feuerwehr wieder vor - diesmal in Höhe der Jahnstraße. Für Aufsehen sorgten immer wieder die Trupps, die in voller Montur über die Vereinsmeile liefen und spontan Aufgaben anderer Stände übernahmen. "Das kam sehr gut an", freut sich Organisator Christian Peipe. So drehten die Einsatzkräfte Zuckerwatte, spielten in voller Montur Volleyball oder besetzten das Feuerwehrauto im Kinderkarussell. Eine große Überraschung gelang gemeinsam mit der SSVg Heiligenhaus: Auf der Tanzfläche gegenüber vom alten Pastorat tanzten Angehörige der Jugendfeuerwehr und der Einsatzabteilung gemeinsam mit den Line-Dancern des Sportvereins. "Ein Feuerwehr-Tanz-Flashmob sozusagen", ergänzt Stadtjugendfeuerwehrwartin Daniela Hemmert.

Feuerwehr sucht weiter Nachwuchs

"Wir geben immer alles - im Jubiläumsjahr noch eine Schüppe mehr als sonst", zieht Wehrleiter Ulrich Heis das Resümee. Was viele nicht direkt sehen: Das Alltagsgeschäft der ehrenamtlichen Wehr läuft weiter. Brandwachen müssen besetzt werden, die Bereitschaftsdienste koordiniert, beim Einsatz müssen genug Leute da sein. "Die Anstrengungen, genug Leute zu finden, werden immer intensiver. Seit dem Wegfall der Wehrpflicht sind wir komplett auf uns selbst gestellt - die Anwerbung von neuen ehrenamtlichen Kräften ist eine Mammut-Aufgabe." Durch Werbeaktionen wie das Stadtfest oder die rege Kommunikation in den sozialen Medien hofft die Wehr auf neue Interessenten. "Unser Übungsdienst ist grundsätzlich erst einmal für jeden offen - alle zwei Wochen freitags um 18:55 Uhr geht's los." Der Dienstplan kann auf der Webseite der Wehr eingesehen werden.

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Übungsdienst
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